Ein Wintersemester an der Universität Malta (von Kathrin Resch) |
Michael Strasser, Student der Physikalischen Technik an unserer Fakultät, war vom 29.09.2010 bis 08.02.2011 zu einem Studienaufenthalt an der Faculty of Engineering der University of Malta. Nach seiner Rückkehr habe ich ein kurzes Interview mit ihm geführt, hier sein Auslandsbericht: |
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Herr Strasser, was hat Sie zu einem Studiensemester im Ausland bewogen und warum ausgerechnet Malta? |
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Ich war zu einer Informationsveranstaltung des International Office der Hochschule München und habe mich über ERASMUS-Auslandsaufenthalte informiert. Malta habe ich ausgewählt, weil ich mein Auslandsaufenthalt unbedingt im englisch-sprachigen Raum absolvieren wollte, mich das südländische Klima und die Natur angezogen hat (selbst im Wintersemester war es ein angenehmes Mittelmeerklima mit Werten zwischen 15 und 30 °C), mir Malta vergleichsweise mit anderen Ländern als relativ billig erschien, Malta ein ansprechendes Nachtleben für junge Menschen anbietet, was sich auch sehr bestätigt hat, mein Kommilitone im Semester davor in Malta ein Auslandssemester absolviert hatte, und mir von einem wunderbaren Aufenthalt berichtet hat, bei dem man sehr viele Freunde kennenlernt, und sich somit dann meine Entscheidung nochmals bestätigt hat.
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Welche Fächer haben Sie an der University of Malta belegt? |
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Meine belegten Kurse waren: Environmental Engineering Thermal Environmental Engineering Introduction to Ceramic Engineering Science of the Solid Earth Solid State Physics
Die Kursauswahl verschaffte mir ehrlich gesagt am meisten Probleme, das Kursangebot der Universität ist zwar ausreichend und umfangreich, aber sehr schwer zu finden. Ich habe Kurse der Faculty of Engineering und der Faculty of Science belegt und beide Fakultäten hatten kein nachzuschlagendes Kursangebot auf ihrer Website, so dass ich mich an den Vorlesungsplänen des voran gegangenen Semesters orientiert habe. Nach meiner Ankunft stellte ich fest, dass viele der von mir belegten Kurse im Wintersemester nicht angeboten wurden, oder über zwei Semester liefen. Somit war es mir nicht möglich, mich online für meine Kurse anzumelden. Ich musste meine Kursauswahl dann vor Ort in Malta umgestalten.
Meine Empfehlung ist, sich schon sehr früh mit den jeweiligen Fakultäten auseinander zu setzen und E-Mail Kontakt zu pflegen. Man kann die Fakultäten um ein vorhandenes Kursangebot bitten und sollte dabei auch nicht wichtige Informationen vergessen anzugeben, wie Akademisches Jahr des Aufenthalts und Dauer des Aufenthalts. Trotzdem müssen Kurse gegebenenfalls vor Ort umbelegt werden, da sich Überschneidungen der Vorlesungszeiten ergeben können und dies erfährt man erst Anfang des Semesters.
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| Wie ist das Lernen in Malta gewesen? |
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Die Kursinhalte waren nicht nur theoretisch gebunden, sondern schlossen auch interessante Ausflüge und Laborarbeiten mit ein. Allgemein waren die Kursinhalte interessant und von guter Qualität. In einigen Kursen hatte ich zwar Probleme mit dem Akzent des Professors und in einigen Fällen wurde auch zeitweise in Maltesisch mit den Studenten kommuniziert. Also es passierte schon, das einige wenige einheimische Studenten, die nur relativ schlechtes Englisch sprachen den Professor in Maltesisch fragten, was dann zum Dialog in Maltesisch führte. Allerdings gab es auch Professoren, die die Studenten dann wiederholt aufgefordert haben, in Englisch zu kommunizieren. Skripten zur Vorlesung gab es in jedem meiner angebotenen Kursen. Die Notizen der Professoren waren online zur Verfügung gestellt worden.
Sprachkurse wurden nicht nur in Englisch angeboten. Es war möglich ein weites Spektrum an fremdsprachigen Kursen zu besuchen. Und es wurden auch Aktionen veranstaltet, die zum Beispiel deutsche Erasmus-Studenten mit Germanistik-Studenten von der University of Malta zusammenbringen sollten, um sprachliche und soziale Barrieren auf beiden Seiten zu überwinden und sprachliche Kompetenzen zu verbessern – unter anderem wurde auch ein Abendessen in einem Restaurant veranstaltet. |
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Gab es etwas, was Sie eher schwierig fanden?
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Zu Beginn hatte ich mir vorgestellt bei einer einheimischen Familie wohnen zu können, um die Kosten relativ niedrig halten zu können. Eine solche Unterkunft zu finden verlangt jedoch einige Erkundigungen und ist schwer zu finden. |
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Was würden Sie anderen Interessierten empfehlen, die nach Malta gehen wollen?
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Ich habe mich wegen der Unterkunft dann für die University Residence entschieden. Auf der Homepage der University of Malta gibt es einen direkten Link zur University Residence. Und meiner Meinung nach gibt es keinen besseren Ort um Kontakte zu anderen Erasmus-Studenten zu knüpfen, da die Residence im Wintersemester 2010/11 um die 150 Erasmus Studenten aufnahm. Außerdem bietet die University Residence einen stündlich fahrenden kostenlosen Bus zur University. |
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| Wie war das Freizeitangebot? |
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Meine Freizeit habe ich mit viel Sport verbracht oder mit Ausflügen um Malta und seine Schwesterinseln Gozo und Comino zu erkunden. Das Sportangebot ist reichlich und bietet einen Laufrundkurs, einen Basketball- und Fußballplatz, sowie einen Tennisplatz.
Die University Residence organisiert zudem sportliche sowie abendliche Freizeitgestaltungen. Es wurde ein Sportsday veranstaltet, indem Studenten in verschiedenen Kategorien, wie Volleyball, Tischtennis, Billard, etc. antreten konnten. Außerdem wurden diverse Wanderungen organisiert, die eine informationsreiche Führung beinhaltet haben.
Die Studenten selbst haben Filmeabende im Konferenzraum, gemeinsame Abendessen, eine Party zu Neujahr, sowie wöchentliche Ausflüge ins Nachtleben Maltas organisiert. |
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Ihr Fazit? |
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Mein Erasmus Semester war eine sehr schöne und gewinnerbringende Erfahrung in jeder Hinsicht. Ohne Zweifel hat sich dieses Semester in Malta sehr für mich gelohnt und ich kann ein Auslandssemester nur weiterempfehlen. Und sollte sich jetzt jemand entschließen, nach Malta zu gehen und Fragen haben, bin ich gerne zu einem Gespräch bereit. |
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Herr Strasser, ich danke Ihnen sehr für dieses Gespräch. |
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