Stellenausschreibung: 2 wissenschaftliche MitarbeiterInnen für Projekte in der Photovoltaik und Faseroptik (Details)

 

 

Laserzentrum Hochschule München  

Das Laserzentrum Hochschule München (LHM) entstand im Jahr 2006 unter der Leitung von Prof. Dr. Heinz P. Huber durch die Vereinigung einiger früherer Labore der Hochschule. Ziel des LHM ist die Erforschung grundlegender Mechanismen bei der Laserablation. Die Projekte des Laserzentrums umfassen die theoretischen Beschreibung der verschiedenen Ablationsprozesse sowie die Entwicklung zeitaufgelöster Messinstrumente mit Ultrakurzpulslasern. Ein weiteres Ziel des LHM ist der Transfer neuer Erkenntnisse in die Industrie. Aus diesem Grund arbeitet das LHM in enger Kooperation mit diversen Firmen an anwendungsorientierten Projekten. Die Laseranlagen des LHM sind sowohl mit bewährten Dauerstrich- und Kurzpulslaser ausgestattet, als auch mit innovativen Ultrakurzpulslasern. Die Forschungsgebiete des Laserzentrums im Überblick

        • Selektive Laserstrukturierung im Bereich der Photovoltaik mit speziellem Fo-
          kus auf der Monolithischen Verschaltung von CIS-/CIGS- & organischen-
          Dünnschicht-Solarzellen.
        • Entwicklung & Optimierung effizienter und skalierbarer Herstellungs-/ Bear-
          beitungsprozesse für flexible, leicht integrierbare Solarmodule.
        • Räumlich & Zeitlich aufgelöste Mikroskopie & Ellipsometrie basierend auf ei-
          nem Femtosekunden-Anrege-Abtast-Prinzip verbunden mit numerischer FEM
          Simulation.
        • Laser induzierter vorwärts Transfer (LIFT) für die berührungslose Übertragung
          lebender organischer Zellorganismen.
        • Ausbildung und Lehre im Rahmen mehrerer Kursangebote an der Hochschule
          München.

 

Laserstrukturierung dünner Schichten

In der Mikro-/Nano- Strukturierung von Dünnschichtsystemen stellt der Laser eine immer beliebter werdende Alternative zu herkömmlichen Lithographie und Ritzverfahren dar. Das LHM untersucht dabei den Einfluss von Pulsdauer, Pulsenergie, Strahlradius & Wellenlänge auf den Strukturierungs-/Ablationsprozess. In der Photovoltaik ist die Monolithische Verschaltung von großer Bedeutung , Dabei werden Solarmodule so strukturiert das eine Reihenschaltung einzelner Segmente entsteht. Die dafür notwendigen Strukturierungsprozesse P1, P2 und P3 stellen einen Flächenverlust der Solarzelle dar, Ziel ist es also diese toten Zonen so klein wie möglich zu halten. Im Bereich flexibler Solarzellen forscht das LHM im Rahmen der Projekte Organolas und Monoscribe zusätzlich an effizienten und skalierbaren Rolle-zu-Rolle Herstellungsverfahren.

 

Zeitlich aufgelöste Mikroskopie & Ellipsometrie

Wie ändern sich die optischen Eigenschaften von Festkörpern/Dünnschichtsystemen nach der Bearbeitung mit einem Laserpuls? Von besonderem Interesse dabei ist die Laser-Materie-Wechselwirkung auf verschiedenen Zeitskalen, von einigen femto- bis pikosekunden bis hin in den nanosekunden-Bereich. Basierend auf einem Anrege Abtast-Prinzip hat das LHM in den letzten Jahren sowohl ein zeitaufgelöstes Mikroskop (Pump-Probe-Mikroskop, PPM) sowie neuerdings auch ein zeitaufgelöste Ellipsometer (Pump-Probe Ellipsometer, PPE) entwickelt. Mit dem PPE ist es z.B. möglich den komplexen Brechungsindex eines Materials nach der Bearbeitung mit einem Laserpuls räumlich und zeitlich zu messen. Mit detaillierte Kenntnis der optischen Eigenschaften haben Industriepartner die Möglichkeit ein fundiertes Verständnis ihrer Laserprozesse zu entwickeln, um diese anschließend gezielt optimieren zu können.

 

Transfer biologischer Zellen

Ein weiteres Forschungsthema des LHM ist der Laser induzierte Transfer biologischer Zellen die in einem organischen Hydrogel gelöst sind. Ziel ist dabei die Entwicklung eines 3D-Druckverfahrens biologischer Zellen mit hoher räumlicher Auflösung ohne Verwendung anorganischer Stoffe. Die Überlebensrate von übertragenen Zellen beträgt hier ca. 95%.